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Unwetterlage im Freistaat spitzt sich zu

Gewitter-Warnung für Bayern: DWD warnt vor Starkregen, Hagel und Sturmböen

Zum Ausklang des heißen Wochenendes steigt in Teilen Bayerns die Gewittergefahr deutlich. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für einzelne Regionen amtliche Warnungen herausgegeben. Lokal sind kräftige Gewitter möglich – mit Starkregen, Hagel sowie Sturm- oder Sturmböen. Welche Landkreise und Orte betroffen sind, kann sich kurzfristig ändern; maßgeblich ist die jeweils aktuelle DWD-Warnkarte für Bayern.

Wo in Bayern die Gewittergefahr besonders im Blick bleibt

Der DWD führt auf seiner Warnkarte für Bayern je nach Landkreis beziehungsweise Ort Warnungen vor Gewittern, Starkregen, Hagel sowie Sturm- und Sturmböen. Die zeitliche Gültigkeit ist dort ebenfalls ausgewiesen. Weil Gewitterzellen kleinräumig ziehen und sich rasch verstärken können, gilt: Selbst Nachbarorte können unterschiedlich betroffen sein – und die Lage kann sich innerhalb kurzer Zeit verschieben.

Der DWD weist bei Gewittern auf typische akute Gefahren hin: Blitzschlag kann lebensgefährlich sein; zudem können herabfallende Äste oder umherfliegende Gegenstände Menschen treffen. Bei Starkregen sind außerdem Überflutungen möglich – etwa auf Straßen, in Unterführungen oder in Kellern. Wer Donner hört oder eine Gewitterfront aufzieht, sollte Aufenthalte im Freien möglichst vermeiden und lose Gegenstände (zum Beispiel auf Balkonen) sichern.

Einordnen hilft der Blick auf die Warnstufen des DWD:

  • Stufe 1 (gelb, Wetterwarnung)
  • Stufe 2 (orange, Warnung vor markantem Wetter)
  • Stufe 3 (rot, Unwetterwarnung)
  • Stufe 4 (dunkelrot, Warnung vor extremem Unwetter)

Zusätzlich nutzt der DWD weitere Kennzeichnungen, etwa für Hitze- oder UV-Warnungen sowie Vorab-Warnungen. Für die praktische Entscheidung vor Ort ist daher weniger die Farbe allein entscheidend als die konkrete Beschreibung in der jeweiligen Warnmeldung – und die räumliche Zuordnung zum eigenen Standort.

Welche Folgen die Gewitter am Samstag bereits hatten

Wie schnell Gewitterlagen in Schäden umschlagen können, zeigte sich am Samstag in mehreren Regionen Bayerns. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern habe es nach Angaben eines Polizeisprechers mehr als 100 witterungsbedingte Einsätze gegeben, mit einem Schwerpunkt zwischen Straubing und Passau. Gemeldet worden seien unter anderem:

  • herabgestürzte Äste
  • umgestürzte Verkehrsschilder
  • zeitweise überflutete Straßen

In Bogen (Landkreis Straubing-Bogen) sei ein Ehepaar leicht verletzt worden: Ein Balken sei von einem Gerüst an einer Kirche herabgefallen und habe die beiden an Kopf und Schulter getroffen; sie hätten Platzwunden erlitten. Zudem habe es in der Region vereinzelt unwetterbedingte Beeinträchtigungen im Zugverkehr gegeben, wie eine Bahnsprecherin mitgeteilt habe.

Auch aus Franken wurden Schäden bekannt. In Geiselwind (Landkreis Kitzingen) sei am Samstagmorgen ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen. Verletzt worden sei niemand; der Schaden habe nach Angaben der Ermittler bei mehreren Tausend Euro gelegen. Bei Rattelsdorf (Landkreis Bamberg) seien mehrere Bäume auf die Bundesstraße 4 gefallen, die Strecke sei vorübergehend komplett gesperrt worden.

In Bayreuth wurden ebenfalls Folgen gemeldet: Ein etwa 15 Meter hoher Baum sei am Samstagnachmittag im Osten der Stadt aus der Erde gerissen worden und auf fünf geparkte Fahrzeuge gestürzt; der Schaden sei auf rund 25.000 Euro geschätzt worden. In einem weiteren Fall habe ein umgefallener Baum zwei Fahrzeuge beschädigt. Polizei und Feuerwehr seien außerdem wegen einer beschädigten Gartenhütte sowie eines vom Balkon gewehten Blumentopfs ausgerückt. Nach bisherigen Erkenntnissen sei dabei niemand verletzt worden.

Wie sich das Wetter zu Wochenbeginn entwickelt

In der Nacht zum Montag soll es in Bayern zunächst weiter gebietsweise schauerartigen Regen und anfangs einzelne Gewitter geben. Nach Mitternacht dürften diese unter Abschwächung zunehmend an die Alpen und in den östlichen Mittelgebirgsraum zurückziehen. Die Tiefstwerte werden zwischen 15 Grad im Südosten und 11 Grad in einigen Alpentälern erwartet.

Am Montag überwiegen zunächst die Wolken. An den Alpen sowie von Oberfranken bis zum Bayerischen Wald fällt voraussichtlich noch Regen. Später sind von Westen her sonnige Abschnitte möglich, dazu nur noch vereinzelt Schauer. Die Höchstwerte sollen 18 bis 26 Grad erreichen.

Auch danach bleibt das Wetter wechselhaft: Für Dienstag werden Sonne und Wolken erwartet; am Nachmittag und Abend könnten im Westen und in Alpennähe erneut Regen oder einzelne Gewitter aufkommen, während es nach Osten zu meist trocken bleibt. Zur Wochenmitte wird es wieder etwas kühler.

Für Bayern heißt das: Die entscheidenden Risiken entstehen nicht flächig und dauerhaft, sondern punktuell und kurzfristig dort, wo Gewitterzellen durchziehen. Wer unterwegs ist, sollte die amtlichen DWD-Warnungen für den eigenen Ort eng verfolgen und bei Gewitter schnell Schutz suchen.

Häufig gestellte Fragen

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